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Zukunft Deutschland - Die Bürgerinitiative!

Ein nicht alltägliches Experiment. Foristen unterschiedlicher politischer Richtungen versuchen die Lage in Deutschland gemeinsam zu analysieren, zu Ergebnissen und Empfehlungen für Reformen zu kommen.
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Mehr Arbeitsplätze durch Frühverrentung
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- ...Reformen des Arbeitsmarkts



 
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Apel31



2166 Beiträge

Mehr Arbeitsplätze durch Frühverrentung, 14 Aug. 2009 09:03


Steinmeiers Arbeitsplatzprogramm gab mir den Denkanstoß dazu. Steinmeiers Programm ist für mich zwar unrealistisch, ehrt ihn aber trotzdem, weil er sich mit den jetzigen Verhältnissen nicht zufrieden geben will.
Es ist aber ein typisches Beispiel für bundesdeutsche Politik, dass man zwar was ändern möchte, aber dabei "eingefahrene Gleise" nicht verlassen will.

Mit konventionellen Rezepten a’la Steinmeier wird man kaum was Wesentliches am Arbeitsmarkt verändern können.
Mein Vorschlag deswegen, mehr Arbeitsplätze durch ein verändertes Rentensystem.
Mit 60 MUSS jeder in die Altersrente gehen. Wenn jemand über 60 in Rente gehen möchte, dann bekommt er Rentenabzug.
Dieses System würde eine immense Sogwirkung an den Arbeitsmärkten verursachen. Dies wiederum die Arbeitslosigkeit verringern und den Finanzbedarf der Arbeitsagentur vermindern.
Damit könnte man schon einen Teil des erhöhten Finanzbedarfes in der Rentenkasse decken. Den anderen Teil des Bedarfes könnte durch die erhöhten Steuereinnahmen durch Mehrbeschäftigung decken.
Weiterer Positveffekt wäre u.a. eine bessere Speisung der Sozialsysteme, insbesondere auch der Rentenkase.

Guter Vorschlag??

J.Apel
 
 
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Günter Haberland


Moderator
7042 Beiträge

RE: Mehr Arbeitsplätze durch Frühverrentung, 14 Aug. 2009 11:03


Das hatten wir doch schon, Herr Apel, jedenfalls als Angebot, das von den Konzernen und ihren Mitarbeitern auch weidlich genutzt wurde.

Wie sich herausgestellt hat, ist das absolut unfinanzierbar.
Zunächst einmal wird gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten nicht jeder freigemachte Arbeitsplatz neu besetzt, so daß die Sozialkassen insgesamt höher belastet werden. Zudem dürfte das Beitragsaufkommen auch dadurch sinken, daß der 59-jährige in aller Regel deutlich mehr verdient als sein 25-jähriger "Nachfolger".
Und vor4 allem bürden Sie der nachfolgenden Generation eine Beitragslast auf, die diese weder stemmen kann noch stemmen will.
 
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dewo53



1719 Beiträge

RE: Mehr Arbeitsplätze durch Frühverrentung, 14 Aug. 2009 21:27


Im Prinzip haben Sie natürlich vollkommen recht, Herr Haberland, mit Ihrer Behauptung, daß die "Frühverrentung" nicht bezahlbar ist. Wenn ich allerdings den gelegentlich veröffentlichten Zahlen trauen darf, dann sind wir in realiter ja schon soweit, daß kaum noch einer bis zum "normalen" Rentenalter, i.e. 65 Jahren, arbeitet. Insofern ist die "Rente ab 67" kaum so schlimm, wie sie immer dargestellt wird. Wir haben uns also mit dem Finanzierungsproblem schon heute herumzuschlagen. Das wird nicht mehr lange gutgehen, das wissen Sie genausogut wie ich. Die Frage ist: Was tun wir dagegen? - Ich habe keine Antwort (wäre ja auch seltsam, denn dann könnte ich ja Sozialminister werden). Trotzdem müssen wir uns was einfallen lassen. Herrn Apels Vorschlag mit der "Zwangsverrentung" halte ich nicht für realisierbar. Aber der Denkansatz könnte eine Diskussionsgrundlage sein. Wir wissen, daß wir mittelfristig einen Überhang an Arbeitskräften haben werden, bevor wir, aufgrund der demographischen Entwicklung, in einen Arbeitskräftemangel geraten. Wir wissen ebenso, daß gleichzeitig das Potential an qualifizierten Arbeitskräften ständig sinkt. Wir werden es in der Zukunft mehr und mehr mit lebenslangen "Tarnsferempfängern" zu tun haben, ebenso mit einer Abwanderung Hochqualifizierter, die nicht bereit sind, ihr gutes Geld in Unqualifizierte hineinzustecken. Wir wissen ebenso, daß wir einen riesigen Berg an Beamtenpensionen vor uns herschieben, von dem kein Mensch weiß, wie wir das jemals werden bezahlen können. Steinmeiers Idee von den vier Millionen Arbeitsplätzen bis 2020 ist durchaus realistisch, nur werden wir keine Leute haben, die diese Arbeitsplätze werden ausfüllen können. Von daher ist sein Ansatz blödsinnig. Das ganze Sozialsystem wird und so oder so vorher um die Ohren fliegen. Was ich hier vermisse, sind Denkansätze, wie wir aus diesem Dilemma herauskommen. Die einzige Möglichkeit, die ich für mich ganz persönlich sehe, ist die, ganz, ganz schnell mein Schäfchen ins Trockene zu bringen ohne Rücksicht auf das, was um mich herum so los ist, getreu der Devise: Wenn jeder an sich denkt, ist an alle gedacht. Aber das ist ja wohl, für‘s Gemeinwesen gesehen, auch nicht die unbedingt beste Idee. Was also tun? - Sehe ich mir die Textbausteine der Politiker an, dann kommt da auch nicht mehr als Geschwätz, ganz so, als hätten die nicht die Spur einer Ahnung, was da für eine Aufgabe vor ihnen liegt. Ja, schlimmer noch, wohlwissend dieser Aufgabe, vermeiden sie dieses Thema, weil damit das Eingestehen unangenehmer Wahrheiten verbunden ist. Wahrheiten, die sie nicht eingestehen wollen, weil sie damit Gefahr laufen, von den vollen Fleischtöpfen, an denen sie es sich in ihren Ämtern so gut gehen lassen, vertrieben zu werden."Das steht mir doch zu", sagt Fau Schmidt, und das ist das Problem. Keiner unserer realitäsentrückten, wohlversorgten Politiker hat die Nerven, das riesige Probelm, das wir vor uns herschieben, beim Namen zu nennen und Lösungsansätze auszuarbeiten. Unser Gemeinwesen wir nicht regiert, es wird verwaltet, ohne Rücksicht auf die Katastrophe, auf die wir zusteuern.
 
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Apel31



2166 Beiträge

RE: Mehr Arbeitsplätze durch Frühverrentung, 15 Aug. 2009 15:25



Wie sich herausgestellt hat, ist das absolut unfinanzierbar.

Herr Haberland, wir müssen So oder So weg von dem Glauben das sich die RV in Zukunft selber trägt. Wie Herr Wolf schon richtigerweise bemerkt, werden wir in Zukunft immer mehr beträchtliche Überhänge an arbeitsfähigen Leuten haben. Das bringt einfach die weitere Rationalisierung der Arbeitswelt mit sich. Wenn wir dann auch noch diejenigen bestrafen, in Form von Rentenabzug, die VOR der Altersregelgrenze (65, 67 Jahre) freiwillig den Arbeitsmarkt entlasten wollen, durch ihr ausscheiden, verschärfen wir die Situation noch mehr.
Deswegen meine Forderung, wir solten die "bestrafen" die weiterhin über 60 Im Arbeitsleben verweilen wollen.

Wenn Sie sagen Herr Haberland, dass dies mit der jetzigen Form der RV nicht finanzierbar ist, gebe ich Ihnen Recht.
Aber wer sagt denn, das die jetzigen Form nicht durch ergänzende Modelle den Erfordernissen besser angepasst werden kann?
Was für ein naiver Irrglaube ist es denn, dass die gesetzl. RV auch in Zukunft die Rentner "ernähren kann, soll, und wird?? Dass dies nicht geht ist doch schon lange unbestritten.
De facto ist das reale Renteneintrittsalter doch ohnhin schon bei 62,5 Jahren. Also ist der Schritt bis zu 60 auch nicht mehr so gravierend.
Was wäre denn, wenn wirklich allle bis 65 bzw. 67 Jahren arbeiten würden? Mit Sicherheit würde das sehr nachteilig auf den Arbeitsmarkt reflektieren.

Wir wissen, daß wir mittelfristig einen Überhang an Arbeitskräften haben werden, bevor wir, aufgrund der demographischen Entwicklung, in einen Arbeitskräftemangel geraten.

Das glaube ich eben nicht. Arbeitskräftemangel werden wir nicht haben, höchstens einen Mangel an hochqualifizierten Leuten. Daran ist aber nicht die demographische Entwicklung schuld, sondern das mangelnde Bildungssystem, Herr Wolf!!

J.Apel
 
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dewo53



1719 Beiträge

RE: Mehr Arbeitsplätze durch Frühverrentung, 15 Aug. 2009 18:58




Apel31:

Arbeitskräftemangel werden wir nicht haben, höchstens einen Mangel an hochqualifizierten Leuten. Daran ist aber nicht die demographische Entwicklung schuld, sondern das mangelnde Bildungssystem, Herr Wolf!!

J.Apel
Zu einem kleineren Teil sicherlich, Herr Apel. Zum größeren Teil aber unwillige, sich nicht ausreichend um ihre Kinder kümmernde und miserabel erziehende Eltern und disziplinlose, faule, lernunwillige Schüler. Vom Problem mangelhafter Sprachkenntnisse bei integrationsunwilligen Erwachsenen und ihren Kindern mal ganz abgesehen.

Wir ziehen uns eine Generation von nutzlosen Deppen heran, die für Qualifizierung verlangende Berufe nicht geeignet sind und nach dem Schulabbruch sofort in die Sozialhilfe wandern, worin sie bis zu ihrem Ableben verharren werden. Und daran alleine dem Bildungssystem die Schuld zu geben, ist nach meiner Ansicht viel zu kurz gegriffen.
 
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Günter Haberland


Moderator
7042 Beiträge

RE: Mehr Arbeitsplätze durch Frühverrentung, 16 Aug. 2009 09:19



Was für ein naiver Irrglaube ist es denn, dass die gesetzl. RV auch in Zukunft die Rentner "ernähren kann, soll, und wird?? Dass dies nicht geht ist doch schon lange unbestritten.
De facto ist das reale Renteneintrittsalter doch ohnhin schon bei 62,5 Jahren. Also ist der Schritt bis zu 60 auch nicht mehr so gravierend.

Na, also zunächst einmal wären das rund 2,5 Millionen Rentner mehr, weil jetzt ja die geburtenstarken Jahrgänge in diesem Alter sind. Rechnen Sie mal "nur" mit 12.000 Euro pro Rentner pro Jahr (1.000 € im Monat), dann sind das immerhin 30 Milliarden Euro, die jährlich zusätzlich an Ausgaben für Renten aufgewandt werden müssten, die fehlenden Einnahmen mal gar nicht gerechnet.

Daß Rentner von ihrer Rente nicht mehr werden leben können, ist eine Einsicht, die Biedenkopf und Miegel seit den frühen 70er Jahren verbreitet haben. Die offizielle Regierungspolitik dagegen verkündete noch mindestens 25 Jahre lang das Gegenteil ("Die Rente ist sicher!"). Infolgedessen haben viele Menschen, die jetzt in die Nähe des Rentenalters kommen, sich auf diese Zusage verlassen und nicht weiter privat vorgesorgt. Diese Alterskohorte hat jetzt keine Möglichkeit mehr, sich auf die inzwischen als Allgemeingut erkannte Finanzproblematik der ges. Rentenversicherung einzustellen. Ich bin der Meinung, daß man dieses Vertrauen auf die Zusagen der Politik nicht iom Nachhinein enttäuschen darf. Eine Rente, von der man nicht leben kann, müßte diese Jahrgänge dann dazu bringen, trotz Rente weiterzuarbeiten - wovon sollen sie denn sonst leben?

Und im übrigen halte ich einen Zwang zur Frühverrentung weder für wünschenswert noch für verfassungsgemäß.

Daß man sicherlich langfristig über einen Systemwechsel bei der Rente nachdenken muß, halte ich dagegen für unausweichlich. Das Modell dazu haben wir HIER ja ausführlichst diskutiert ("Steuern rauf - Beiträge runter!"). Dabei waren wir uns aber darüber einig, daß es eine Übergangszeit von rund 30 Jahren geben muß, um verfassungsrechtlich geschützte Ansprüche aus dem bisherigen System zu gewährleisten.

Ein früheres Ausscheiden aus dem Arbeitsleben, Herr Apel, muß entsprechende Abzüge von der Rente mit sich bringen. Dies entspricht der Logik des bisherigen Systems, zudem wäre das Ganze sonst völlig unfinanzierbar und eine Beitragserhebung bei denen, die zwischen 60 und 65/67 weiterarbeiten nicht legitim.
 
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Nickelklaus



Moderator
3299 Beiträge

RE: Mehr Arbeitsplätze durch Frühverrentung, 17 Aug. 2009 08:08


wenn politiker keine ideen mehr aufbringen können , schauen diese im forum zukunft deutschland nach und lassen sich durrch unsere BEITRÄGE inspirieren . damit hat nun die idee der FRÜVERRENTUNG von herrn APEL DER SPD neuen AUFTRIEB l VERSCHAFFT; IM SCLIMMEREN falle sogar neuen ABTRIEB:


 
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huscholz



27 Beiträge

RE: Mehr Arbeitsplätze durch Frühverrentung, 27 Oct. 2009 22:47


Mehr Arbeitsplätze durch Frühverrentung, so dass Thema, ist noch nicht hier behandelt, so als wäre es einsichtig und keiner Diskussion Wert. Dafür geht es im thread um die Rente an sich, zumindest den Rentenbeginn. Diese zwei Bereiche möchte ich noch um den dritten ganz im Anfang genannten ergänzen: Steinmeiers Vollbeschäftigung.
Zur Überschrift ließe sich weiterhin ergänzen, mehr Arbeitsplätze durch Frauen in die Küche, die junge Generation länger in die Schule und Uni, Wehrdienst für alle usw., so als würde der Entzug von Bewerbern um Arbeitsplätze diese vermehren. Frühverrentung hilft wenig. Die qualifizierte Forderung in dieser Richtung lautet aber Teilung der vorhandenen Arbeitsplätze durch Arbeitszeitverkürzung, mal mit vollem Lohnausgleich, mal mit Einschränkungen. Nur mal eine Quelle von 1996.

Festgestellt wurde hier schon, dass statistisch das Renteneintrittsalter sowieso schon niedriger ist als gesetzlich angedacht. Da unsere Alten physisch 10 Jahre mindestens jünger erscheinen als unsere Altvorderen und gefühlt, was den Lebensstil angeht sogar zwanzig Jahre jünger sind, sollen wohl Polizisten nicht mit 55 Jahren sondern mit 65 den Dienst beenden. Habe ich gehört, und zeigt die Richtung an, die Älteren länger schaffen zu lassen. Habe ich auch gehört, die Älteren werden wieder gezielt, weil wertvoll, eingestellt. Und verbreitet bei Akademikern, Managern und Unternehmern ist sowieso, dass nicht mit 65 losgelassen sondern ohne Ende weitergemacht wird.
Die Rente ist für die Berufe, wo der Körper und Geist, weil ausgepowert, nicht mehr dem Brötchenerwerb zur Verfügung steht. Das war bei Einführung der Sozialgesetze für die Mehrheit ein großer Fortschritt. Meiner Meinung nach hat sich Gesundheit, Lebenserwartung, Lebensstil und Arbeitswelt so geändert, dass die Rente abgeschafft werden kann und die Fälle von Ausgepowertsein zu Berufsunfähigkeitsrente und Krankengeld verlagert werden können. Für die gesunde Mehrheit ergäbe sich ein Einrichten zwischen immer Arbeiten (durchaus dürfen, weil zumindest meiner einer die Arbeit nicht als Last empfindet) und unbezahltem Urlaub.

Dies führt wegen der Frage, wohin mit den Arbeitern, zu Steinmeiers Vollbeschäftigung. Eine Mode-Idee zur Zeit verbindet Rente für jeden mit Vollbeschäftigung, weil nur arbeitet, wer will, (also nur meiner einer) und dadurch Arbeitsplätze ohne Ende vorhanden sind: Das BGE. Aber Arbeit ist ohne Ende vorhanden und wird es dank Reibung, Verschleiß und Alterung immer geben, nur ist diese nicht bezahlbar, bzw. als Arbeitsplatz vorhanden. Die Literatur meint zur Zeit, Vollbeschäftigung ist illusorisch. Ich meine, sie ist erforderlich, um ein menschenwürdiges Leben in einer befriedeten Gesellschaft führen zu können. (Das BGE würde m.E. zu einem menschenunwürdigen Leben in einer unbefriedeten Gesellschaft führen.) Mein von mir erfundener Spruch lautet: Nichts ist perfekt, und solange nichts perfekt ist, haben wir alle genug zu tun.
(Und je weniger wir tun, desto unperfekter wird alles um uns herum.)
Deshalb hat Politik für ein Überangebot an Arbeitsplätzen zu sorgen. Damit wären viele Probleme gelöst, z.B. die Bürde des Sozialstaates wäre federleicht. Als Techniker halte ich das für lösbar. Im Forum zur Arbeitslosigkeit vertrete ich das schon lange.
 
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Nickelklaus



Moderator
3299 Beiträge

RE: Mehr Arbeitsplätze durch Frühverrentung, 28 Oct. 2009 15:30


bbahn und besonders die POST HATTE VOR JAHREN DIE FRÜHVERRENTUNG SCHAMLOS FÜR SICH AUSGENUTZT IN MASSEN LIEFEN JUNGE RENTNER IN DER GEGEND HERUMZUM ÄRGERNIS DER ARBEITENDEN BEVÖLKERUNG:

 
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Apel31



2166 Beiträge

RE: Mehr Arbeitsplätze durch Frühverrentung, 28 Oct. 2009 19:36



Die Rente ist für die Berufe, wo der Körper und Geist, weil ausgepowert, nicht mehr dem Brötchenerwerb zur Verfügung steht. Das war bei Einführung der Sozialgesetze für die Mehrheit ein großer Fortschritt. Meiner Meinung nach hat sich Gesundheit, Lebenserwartung, Lebensstil und Arbeitswelt so geändert, dass die Rente abgeschafft werden kann und die Fälle von Ausgepowertsein zu Berufsunfähigkeitsrente und Krankengeld verlagert werden können. Für die gesunde Mehrheit ergäbe sich ein Einrichten zwischen immer Arbeiten (durchaus dürfen, weil zumindest meiner einer die Arbeit nicht als Last empfindet) und unbezahltem Urlaub.


Was meinen Sie Herr Huschholz wieviel Fälle von "Ausgepowert sein" zwischen 62 und 67 Jahren es gäbe??
25, 50, 80, 95%?? Ich denke mal die Zahl wird wohl zwischen 90 und 100% liegen. Somit hätten Sie, sagen wir mal 95%, die, nach Ihren Vorschlag dann zum Onkel Doktor gehen müssen, um entweder sich arbeitsunfähig schreiben lassen müssen oder eine Erwerbsunfähigkeitsrente, die wiederum auch nur über die Ärzte geht, beantragen.
Damit wäre dann zwar keine Altersrentenkasse mehr nötig, dafür haben sie die Kosten im Gesundheitswesen und bei der Erwerbsunfähigkeitsrente.
Gekonnt haben Sie also GARNICHTS!!

Außerdem, kann jeder Rentner weiterhin berufstätig sein, wenn er will.
Aber vielleicht machen wir es mal andersherum. Jeder berufstätige Renter bekommt seine Rente um seinen Verdienst gemindert. was halten Sie davon. Ob sich dann noch ein arbeitender Rentner findet??
Im Einem gebe ich Ihnen Recht, die Arbeit muß auf mehr "Schultern" verteilt werden.

J.Apel
 
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huscholz



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Ist Rente überholt? Abschaffbar?, 28 Oct. 2009 20:43


Ich meine, zwischen 62 und 67 gibt es 5%. Das kann fluktuieren, wie die Zahl der Krankschreibungen bei fluktuierender Wirtschaftslage.

Was halte ich von einer Minderung der Rente um den Verdienst? Ich dachte, ich hätte das Thema "Mehr Arbeitsplätze durch Frühverrentung" als das Mißverständnis aufgezeigt, dass durch Entzug von Bewerbern um Arbeitsplätze kein Arbeitsplatz geschaffen wird. Anders gesagt: Die Relation von Arbeitsplätzen zu Bewerbern wird zugunsten der Arbeitsplätze so verbessert. Dem BSP hilft das aber nicht und der Sozialstaat wird noch mehr belastet.

Was ich wünsche ist die Wandlung der vorhandenen Arbeit in bezahlte Arbeit, eine Politik, die zur Vollbeschäftigung führt. In der auch die Gebrechlichen eine sinnstiftende Form des Lebens finden dürfen und nicht zum Dahindämmern verurteilt oder die Alten per Ehrenamt kostenlos ausgebeutet werden.
 
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Apel31



2166 Beiträge

RE: Mehr Arbeitsplätze durch Frühverrentung, 29 Oct. 2009 20:01



Ich meine, zwischen 62 und 67 gibt es 5%. Das kann fluktuieren, wie die Zahl der Krankschreibungen bei fluktuierender Wirtschaftslage.


Sie meinen also im Ernst Herr Huschholz, ca. 5% zwischen 62 und 67 Jahre sind "ausgepowert", so wie Sie das nennen, also nicht mehr arbeitsfähig und damit sollten sie sich krank schreiben lassen oder eine Erwerbsunfähigkeitsrente beantragen??

Na dann haben Sie eine, vorsichtig ausgedrückt, verschrobene Wahrnehmung der Arbeitswelt, jenseits jeder Realität. Mehr sage ich dazu nicht, sonst rege ich mich nur unnütz auf .

Ihr Ansinnen in Ehren, aber Gebrechlichkeit und Arbeit läßt sich in 95% der Fälle in keine Übereinstimmung bringen, selbst bei guten Willen nicht.
Träumen Sie weiter Herr Huschholz.
Gute Nacht!!

J.Apel
 
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-Piter-



4070 Beiträge

RE: Mehr Arbeitsplätze durch Frühverrentung, 29 Oct. 2009 22:58


"....aber Gebrechlichkeit und Arbeit läßt sich in 95% der Fälle in keine Übereinstimmung bringen, selbst bei guten Willen nicht.
Träumen Sie weiter Herr Huschholz."


Auch diese Antwort entbehrt jeder Realität. Mit Sprüchen und pauschalen, hohlen Wortgeröllen darf man an das Problem nicht herangehen
 
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huscholz



27 Beiträge

RE: Mehr Arbeitsplätze durch Frühverrentung, 30 Oct. 2009 10:24


Mir geht es wie dewo53 in Antwort2 um Denkansätze und das Aufwachen. Das Thema heißt: "Mehr Arbeitsplätze durch Frühverrentung." Es ist beendet, wenn klar ist, dass Frühverrentung einige Bewerber dem Arbeitsmarkt entzieht, was die Arbeitslosenstatistik schönt, aber keinen Arbeitsplatz schafft.
Also bin ich mal nett, und folge dewo53, indem ich den schon mit der ersten Haberland-Antwort erledigten thread durch Verlagerung auf mehr Arbeitsplätze und auf die vom Erfinder dieses threads eingangs disqualifizierten konventionellen Rezepte a‘la Steinmeier eingehe. Der zweite Haberland-Beitrag erläutert dem letzten Schwachmaten, wo das Forum Zukunft Deutschland bei diesem Thema angelangt ist. Da kann ein Denkansatz mal was Neues bringen: Geht es vielleicht ganz ohne Rente? Daraus folgt dann auch der Ersatz durch lebenslanges Arbeiten in zahlreichen vorhandenen freien Arbeitsplätzen. Ist das zuviel für dieses Forum und reicht es nur zu wieviele Ausgepowerte gibt es?
Sollte ich mal träumen, kann ich mir vorstellen, dass jede Überwachungskamera ein Arbeitsplatz für einen in der Bewegung behinderten Menschen bedeutet. Habe ich mit dieser Vertiefung das Niveau erreicht?
 
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4070 Beiträge

RE: Mehr Arbeitsplätze durch Frühverrentung, 30 Oct. 2009 14:44


"...Habe ich mit dieser Vertiefung das Niveau erreicht?..."

Arrogantes Sprücheklpopfen - mehr ist das nicht.

Nu setzen Sie sich doch erst mal auf den Hosenboden, und versuchen Sie, da mal ein in sich schlüssiges Gedankengebäude vorzutragen.

Wie steht so schön geschrieben in mancehn Betrieben: Vor betätigen des Mundwerkes ( hier des "teclados") Gehirn einschalten
 
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huscholz



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RE: Mehr Arbeitsplätze durch Frühverrentung, 30 Oct. 2009 18:03


Geht es vielleicht ganz ohne Rente, ist eine Frage.
 
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4070 Beiträge

RE: Mehr Arbeitsplätze durch Frühverrentung, 30 Oct. 2009 22:00


"...Geht es vielleicht ganz ohne Rente, ist eine Frage...."

Na gut. Es soll ja keine dummen Fragen geben - aber z.B. bei der Frage: kann der Mensch ohne Wasser leben? könnte man schon auf den Gedanken kommen, dass es so etwas gibt, wie eine dumme Frage. Bei der Rente/Pension/Altersversorgung geht mir das ähnlich.

Menschen werden mit zunehmendem Alter weniger leistungsfähig, das ist ein Axiom. Allerdings: es hängt von vielen Faktoren ab, wann und in welchem Umfang das geschieht. Es ist eine Frage zur Lebenseinstellung des einzelnen (dazu gehört auch Lenbensweise, Ernährung, Sport usw.) , aber auch der Bildung und damit zusammenhängend auch die soziale Herkunft u.a..

Es ist unbestritten, dass feste Altersgrenzen diesem Problem nicht richtig entsprechen. Aber: die fehlenden Leistungsfähigkeit muss ausgeglichen werden.

Und das geht nur durch eine Altersversorgung. Über deren Gestaltung muss man laufend sprechen und sie anpassen. Das geschieht ja auch: Teilzeitarbeit und Teilrente, wirklich flexinle Altersgrenzen usw.

Und da muss man laufend weiterdenken !!!

Frühverrentung, auch Verringerung der wöchentlichen Arbeitszeit ist falsch - das hat sich ja auch gezeigt. Ein solcher Ansatz geht von statischen Verhältnissen aus, die es eben nicht gibt. "Panta rei" - auch die Gestaltung der Altersvorsorge und -versorgung.
 
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huscholz



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RE: Mehr Arbeitsplätze durch Frühverrentung, 31 Oct. 2009 00:08


Na gut. Obwohl auf einen groben Klotz ein grober Keil gehört, kann ja auch darauf verzichtet werden.

Neustart ist nicht im Sinne des Themas, denn das ist erschöpfend, auch mit dem letzten Beitrag, erledigt. Meine Ergänzung, mal über den Wegfall der Rente und der Notwendigkeit der Vollbeschäftigung nachzudenken, kommt vielleicht 15 Jahre zu früh, also kann auch darauf verzichtet werden.
Im Übrigen, falls ich mal auf eine dumme Frage mit "Na gut" beginne, habe ich auch eine Antwort. "Und das geht nur durch eine Altersversorgung", wäre ein verklausuliertes Nein, wenn Rente (gesetzliche Rentenversicherung) mit Altersversorgung gleichgesetzt wird. Kann, muss aber nicht.
 
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4070 Beiträge

RE: Mehr Arbeitsplätze durch Frühverrentung, 31 Oct. 2009 08:54


"...wenn Rente (gesetzliche Rentenversicherung) mit Altersversorgung gleichgesetzt wird..."

Sie können davon ausgehen, dass die hier Schreibenden alle wissen, dass gesetzlich Rentenversicherung nur einen Teil (sicher grossen) der deutschen Bevölkerung entspricht.

Und
"..kommt vielleicht 15 Jahre zu früh,.."

das ist Schwachsinn. Hier und heute muss man springen (In Abwandlung von (Hic (et hoc/hodie)Rhodos - hic( ethoc/hodie) salta).
Wie gesagt: KLUGE Gesanken zur Weiterentwicklung unserer Gesellschaft sind dringend gefragt, aber keine Sprüche und vermeintliche Patentrezepte.

 
 
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